Verbindung

Die Akademische Verbindung Curiensis besteht seit dem frühen Frühjahrssemester 1868 und ist somit mehr als nur ein altehrwürdiger Verein, indem sich junge Leute treffen um verstaubte Traditionen am Leben zu halten. Es stimmt schon, dass du uns ab und zu in edler Tracht (zu sehr speziellen Anlässen) oder mit Anzug, Mutz und Band (falls wir dir zu viel mit unbekannten Begriffen jonglieren, darfst du gerne das Glossar zu Rate ziehen) irgendwo in der Schweiz antriffst, aber auch wir haben mittlerweile die Mode des 21. Jahrhunderts entdeckt. Es kann schon sein, dass du uns vielleicht auf den ersten Blick irgendeiner Berufsgattung zuweist (einer unserer Burschen wird gerne mit Clà Ferrovia verwechselt), obschon unsere Studienrichtungen, Berufe und Interessen genauso vielfältig wie in jedem anderen Verein sind.

Gewisse Filme aus den Vereinigten Staaten haben dir möglicherweise ein Bild von „Verbindungen“ vermittelt, welches wir (un)gern zerstören: weder werfen wir mit griechischen Buchstaben um uns (wir bevorzugen Latein) noch sind wir eine geschlossene und verschwörerische Gesellschaft – du kannst uns jederzeit an einem unserer Anlässe besuchen (kontaktiere uns und wir halten dir einen Stuhl frei). Dort kannst du dich auch gleich selber davon überzeugen, dass die (Trink-)Orgien ebenfalls in das Reich der Legenden zu verbannen sind und wir schlichtweg das Beisammensein mit einem guten Getränk geniessen, denn auch wir betätigen uns am nächsten Tag schulisch, beruflich oder sogar sportlich.

Was macht die Verbindung genau?
Wie du unschwer erkennen kannst, haben wir durchaus unsere (bissig) humorvolle Seite und geniessen es, die Feder zu zücken und in Texten (manchmal sogar in Reimen) unseren Witz für die Ewigkeit festzuhalten und gemeinsam Spass zu haben. Wohl auch deshalb sind wir eine Gemeinschaft, die bald 150 Jahre überlebt hat. Wie du aber auf der Startseite romantisch ausgedrückt gelesen hast, dreht sich die Verbindung um die Farben Rot für Freundschaft, Weiss für Wissenschaft und Grün für Tugend (welch ein Zufall, dass Grün auch die Farbe der Hoffnung ist und diese bekanntlich zuletzt stirbt).

Freundschaft – oder „amicitia“– ist wie eine zarte kleine Pflanze und muss zuerst wachsen. Dies geschieht dadurch, dass wir uns an Stämmen in unserem Stammlokal (Mittwochs ab 20:00 Uhr, siehe Semesterprogramm) regelmässig treffen. An besonderen Anlässen in Chur selber (Oktoberfest, Spiele- oder Grillabende, WAC, etc.) oder auswärts bei befreundeten Verbindungen in der ganzen Schweiz bzw. im benachbarten Ausland (Kreuzkneipen, Mehrfärber, die Rudolfina-Redoute etc.) lernen wir uns besser kennen und es entstehen Freundschaften, die ohne die Verbindung als gemeinsames Glied wohl aufgrund der vielseitigen Interessen der Personen so nie zustande gekommen wären.  Und so wird aus dem zarten Pflänzchen schnell ein starkes, tief verwurzeltes Gewächs!

Die Wissenschaft pflegen wir auch in unserer Freizeit (ach, was sind wir doch Streber!) um Neues und Interessantes zu entdecken. Dies äussert sich zum Beispiel dadurch, dass man (endlich!) den Beruf, die Firma oder die Person kennenlernt, welche einem eine Perspektive nach dem Studium liefert (auch wir sind Menschen und brauchen Vitamin B und C). Zudem ist es nicht schlecht, wenn man in der Verbindung auf einen Studiumsgenossen trifft, der einem als Mentor so manche Geheimnisse des Lehrgangs eröffnen kann. Des Weiteren ist nicht nur das Netzwerk ein Aspekt der „scientia“, sondern auch die Durchführung bestimmter Anlässe im Semester, der soganenannten WAC. Bei diesen referiert ein Experte zu einem bestimmten Thema, es werden wichtige Orte besucht und über dem ein oder anderen Bier referiert und diskutiert.

Mit der Tugend – „virtus“ auf Latein – ist es so eine Sache: zum einen sind es deren unzählig viele (wer es uns nicht glaubt schaue bei Wikipedia) und zum anderen sieht es jeder ein bisschen anders (wer auch dies uns nicht abnimmt, labe sich genüsslich an diesen Zitaten). Doch ist diese Individualität in unserer Gemeinschaft kein Widerspruch. Wir halten es so wie einst Sir Francis Bacon, der sagte: „Tugend ist wie ein kostbarer Stein – am besten in einfacher Fassung.“ Praktisch äussert sich dies in der Verbindung so, dass du deine verschiedenen Tugenden im Umgang mit den Mitgliedern, dem Einhalten und dem Spiel mit den Regeln, eventuellen Aufgaben und (eine besondere Ehre) bei der Erfüllung einer Charge einbringst. Somit können Fähigkeiten als Organisationstalent und Führungsperson erlernt und vertieft werden.

Wie weiter?
Nichts einfacher als das! Unter info@avcuriensis.ch uns kontaktieren, an einem (oder mehreren, je nach Lust und Laune) unserer Anlässe teilnehmen, Spass haben, Freunde finden.

Werbeanzeigen